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Artikel mit Tag ‘blog’

Die Hackordnung in der deutschsprachigen Blogosphäre

2008-04-23 von Cordula in What's hot, what's not

Heute gibt’s was zum Schmunzeln. Blogs werden ja häufig angepriesen als DAS demokratische Medium, aber auch Demokratien haben ihre Hierarchien und es gibt immer Leute, die denken, sie seien gleicher als andere. Höchste Zeit also für ein Organigramm, das die Hack-, äh Rangordnung in der Blogosphäre mal deutlich macht!

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Hach, was ein Segen, dass wir hier nicht über Katzenbilder schreiben. Obwohl das ja mal eine Idee wäre… hmm, vielleicht doch lieber ein anderes Mal.

Quelle Organigramm: Ethority


Ein Stück für jeden

2008-04-09 von Trendy BuzzAngel in Community

Ist man berühmt, macht man Mode. Egal ob man Fergie, Sienna Miller, Sarah Jessica Parker, Penélope Cruz oder Victoria Beckham heißt. Alleine die erste goldene Platte, Kinofilm, Erbfolge oder der reich und berühmte Ehemann bemüßigt doch viele Stars ihr designtechnisches Talent unter Beweis zu stellen. Und natürlich beteuern sie auch alle, die Kollektionen selbst entworfen zu haben und keine Kinderarbeit zuzulassen. Knapp nach der Jahrtausendwende fing Jennifer Lopez an und bis heute sind ihr (fast) alle gefolgt. Die Regale der Parfümerien sind zum Bersten mit Star-Düften gefüllt und wer sich in Niederschweinsbach wie in den Bronx fühlen möchte, zieht P. Diddy´s Linie Sean John oder Adidas by Missy Eliott an.

Für die meisten Stars mehr als nur ein nettes Nebengeschäft. Wenn man bedenkt, dass alleine Britney Spears kolportierte 12 Millionen Dollar mit einem Wässerchen namens „Curious“ im türkisen Facettschliffglas verdient hat.

foto-collage.jpg

Einzig positives Beispiel ist Gwen Stefani, die bereits mit ihrem persönlichen Stil glänzen und dies auch optimal in ihrer Linie L.A.M.B. umsetzen konnte.

Und so werden wir uns auch in Zukunft mit Unterwäsche-Linien ehemaliger Playmates und zweitklassiger TV-Stars bewerfen lassen müssen. Die Hoffnung auf ein schnelles Ende dieses Trends kann man gleich begraben.

Autorin: Maria von Stylekingdom

Quelle Fotos: Maria


Eward B. Gordon – a painted Weblog

2008-04-08 von Katja in Unser Universum

portraetgordon.jpgEigentlich wollte er ein Jahr lang täglich seine Berliner Alltagsstudien in Öl festhalten und sie dann allabendlich an den Höchstbietenden auf seinem Blog verkaufen. Edward B. Gordon ist der erste Daily Painter in Deutschland. Nach mittlerweile zwei Jahren des täglichen Skizzierens und der nachfolgenden Arbeit an der Leinwand, ist seine Fangemeinde groß. Gerade hat der 41jährige sein 500. Bild verkauft. Bis zu 300 Käufer warten jeden Abend gespannt darauf, dass das neueste Bild auf seiner Homepage erscheint. Die erste Email bekommt den Zuschlag – das Original wechselt dann für 150 Euro den Besitzer.

In New York erfuhr Gordon von Duane Keiser, einem amerikanischen Maler, der seit 2005 täglich ein postkartengroßes Ölbild fertigt - und es anschließend im Internet versteigert. Keiser gilt als Begründer des Daily Painter Movement, dem sich auch Gordon mit Begeisterung anschloss.

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Vier bis fünf Stunden braucht Gordon für die stets 15 mal 15 Zentimeter großen Tagesbilder. Anschließend malt er bis spät in die Nacht an seinen großen Arbeiten. Das Daily Painting empfindet er dabei als Fingerübung für seine Auftragsarbeiten. Viele haben sich bereits von ihm porträtieren lassen, darunter die politische wie kulturelle Elite des Landes. Auch wer noch nicht in diesen Olymp aufgestiegen ist, kann sich von Gordon für die Ewigkeit in Öl bannen lassen oder – viel spannender – sich abends mit Herzklopfen in die Reihe der Kunstsammler einreihen.

Quelle Bilder: Edward B. Gordon


Tagebuch 2.0

2008-04-03 von Katja in Unser Universum

Es gibt sie schon seit Mitte der 1990er Jahre und doch schießen Weblogs weiterhin wie Pilze aus dem Boden. Doch wann fing es genau an, dass persönliche Verschriftlichungen in Form von Tagebucheinträgen die vor fremden Blicken schützenden Buchdeckel verließen und einer breiten Öffentlichkeit im Web zur Schau gestellt wurden? “Privatheit ist keineswegs eine durchgehende Konstante für das Tagebuch, denn schon seit der frühen Neuzeit – und nicht erst zu Zeiten des Webs 2.0 – hat es Tagebücher gegeben, die für andere Leser oder gar auf eine Veröffentlichung hin angelegt sind”, erläutert das Museum für Kommunikation Frankfurt in der Beschreibung seiner Ausstellung “Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog”. Keinesfalls sei es jedoch so, dass der Weblog die traditionelle Form des Tagebuchs abgelöst habe. Die Motivation des Schreibens in beiden Medien ist eine unterschiedliche.

tb-web-text.jpgDer Journalist Stefan Niggemeier, Mitgründer von Bildblog, schrieb über sein Motiv des Bloggens: „Für mich ist es eine Sucht. Ein unstillbarer Hunger nach Aufmerksamkeit. Oder, um es positiver und weniger egozentrisch zu sagen: nach Kommunikation.“ Mit dem Hang nach Exhibitionismus ist das Bloggen also nicht abgetan, sondern vielmehr verbunden mit der Lust nach neuen und außergewöhnlichen Inhalten. Wer Nachrichten vor allen anderen Bloggern aufspürt und eine breite Leserschaft sogleich nach derlei Häppchen gierig schnappt, der wird sicher mit einem Anflug von Stolz, ganz sicher aber befriedigt, auf den Bildschirm gucken und sich insgeheim auf die Schulter klopfen. Nicht alle Blogs jagen den sensationellen Geschichten - und damit dem “schnellen Ruhm” - hinterher.

Die Motivationen und das Spektrum der Schreibenden zeigt das Museum für Kommunikation Frankfurt noch bis zum 14. September in einer großen Ausstellung. Erstmals werden in Deutschland über 300 papierene und digitale Tagebücher aus sechs Jahrhunderten zusammen gezeigt, darunter auch Originale von prominenten Autorinnen und Autoren wie Theodor W. Adorno, Johann Wolfgang Goethe, Franz Kafka, Clara Schumann, Lou Andreas-Salomé oder Rainald Goetz.

Hier geht’s zum Ausstellungsblog.

Bild: Museum für Kommunikation Frankfurt


Kick her like Jimmy Wales - Trennung a la Web 2.0

2008-03-07 von Katja in What's hot, what's not

Es gibt viele ganz wundervolle Arten sich vom Partner zu trennen. Die einfachste und sicher gängigste Methode: sich Anschreien, auseinandergehen und nie wieder zusammenkommen. Meistens erfahren die Freunde der Zerflossenen von dem Ende der Liaison dann, wenn nachts ununterbrochen an der Wohnungstür Sturm geklingelt wird oder die Mailbox am nächsten Morgen 48 neue Anrufe anzeigt.

Eine etwas andere Variante des Schlussmachens schoss gerade wie ein frisch geschärfter Pfeil durchs Web: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales verkündete die Trennung von seiner Freundin in bester Web 2.0 Manier – auf seinem Wiki Profil. Vielleicht ist ihm dieser Schritt mittlerweile richtig peinlich, denn nun häufen sich die Richtigstellungen auf seinem Blog. Dieses Zurückrudern scheint die Verlassene Rachel Marsden jedenfalls keineswegs zu beeindrucken – mittlerweile bietet sie die textilen Hinterlassenschaften ihres Ex-Lovers bei eBay feil. Nette Retourkutsche einer Gekränkten, wenngleich auch nicht besonders mutig – allerdings einfallsreicher als die Schlussmachkünste Nadja Abd El Farrags, die einst für erneutes Mitleid sorgte, als sie sich von Produzent Ralph Siegel via SMS trennte.

Vielleicht hätte Naddel ausnahmsweise mal zum Buch greifen sollen. Im jüngst erschienenen Roman „100 Ways to leave your Lover“ von Cécile Slanka hätte sie eintauchen und sich ganz praktisch eine etwas originellere Dramaturgie aussuchen können. Wem das Lesen dann doch zu schwer fällt, dem wird äußerst anregend wieder einmal bei Youtube geholfen:

Bis dahin heißt es wahlweise weiter Kopfschütteln oder Staunen. Wer sich öffentlichkeitswirksam bis ins Private hinein inszeniert, der sollte ebenso gut virtuelle Schläge unter die Gürtellinie einstecken können.



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