Tagebuch 2.0
2008-04-03 von Katja in Unser UniversumEs gibt sie schon seit Mitte der 1990er Jahre und doch schießen Weblogs weiterhin wie Pilze aus dem Boden. Doch wann fing es genau an, dass persönliche Verschriftlichungen in Form von Tagebucheinträgen die vor fremden Blicken schützenden Buchdeckel verließen und einer breiten Öffentlichkeit im Web zur Schau gestellt wurden? “Privatheit ist keineswegs eine durchgehende Konstante für das Tagebuch, denn schon seit der frühen Neuzeit – und nicht erst zu Zeiten des Webs 2.0 – hat es Tagebücher gegeben, die für andere Leser oder gar auf eine Veröffentlichung hin angelegt sind”, erläutert das Museum für Kommunikation Frankfurt in der Beschreibung seiner Ausstellung “Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog”. Keinesfalls sei es jedoch so, dass der Weblog die traditionelle Form des Tagebuchs abgelöst habe. Die Motivation des Schreibens in beiden Medien ist eine unterschiedliche.
Der Journalist Stefan Niggemeier, Mitgründer von Bildblog, schrieb über sein Motiv des Bloggens: „Für mich ist es eine Sucht. Ein unstillbarer Hunger nach Aufmerksamkeit. Oder, um es positiver und weniger egozentrisch zu sagen: nach Kommunikation.“ Mit dem Hang nach Exhibitionismus ist das Bloggen also nicht abgetan, sondern vielmehr verbunden mit der Lust nach neuen und außergewöhnlichen Inhalten. Wer Nachrichten vor allen anderen Bloggern aufspürt und eine breite Leserschaft sogleich nach derlei Häppchen gierig schnappt, der wird sicher mit einem Anflug von Stolz, ganz sicher aber befriedigt, auf den Bildschirm gucken und sich insgeheim auf die Schulter klopfen. Nicht alle Blogs jagen den sensationellen Geschichten - und damit dem “schnellen Ruhm” - hinterher.
Die Motivationen und das Spektrum der Schreibenden zeigt das Museum für Kommunikation Frankfurt noch bis zum 14. September in einer großen Ausstellung. Erstmals werden in Deutschland über 300 papierene und digitale Tagebücher aus sechs Jahrhunderten zusammen gezeigt, darunter auch Originale von prominenten Autorinnen und Autoren wie Theodor W. Adorno, Johann Wolfgang Goethe, Franz Kafka, Clara Schumann, Lou Andreas-Salomé oder Rainald Goetz.
Hier geht’s zum Ausstellungsblog.
Bild: Museum für Kommunikation Frankfurt













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haha. ja die Radiopannen sind wirklich ein Vergnügen
Es ist genull nau uhr
ich lach mich noch immer schlapp
Ich find’s großartig, egal, ob nun esoterisch angehaucht oder nicht, es ist einfach eine lustige Sache,...
Irgendwie finde ich die Molly schon cool… http://www.youtube.com/watch?v =85ax2JLMJo0...
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Hallo, hier meine Antworten auf die Fragen: a) über 7000 b) GMail Sandbox für iGoogle c)...