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Archiv der September, 2008

Blogbuzzter #4: Yearbook yourself, I’m a PC & Dita von Teese

2008-09-30 von Cordula in Blogbuzzter

  • Yearbook yourself: Die tolle Internetspielerei, bei der man ein Foto von sich selbst hochladen und sein Alter Ego aus den 50ern, 70ern oder 80ern entdecken kann, hat wie ein Virus um sich gegriffen. Und einige furchterregende Portraits hervorgebracht… Zum Glück ist die gute alte Vokuhila gerade out. Aber wer weiß wie lange noch…
  • I’m a PC: Wir kriegen einfach nicht genug von den genialen Werbungen von Apple. Microsofts Gegenangriff mit Simple Life war ein Eigentor. I’m a PC ist nicht viel besser. Gebuzzt hat’s trotzdem, eben weil es so schlecht war.
  • Dita von Teese in der Wonderbra-Werbung: Ich bin beim Gucken fast eingeschlafen, aber meine männlichen Kollegen waren nicht unbeeindruckt von Ditas Striptease… Nackte Haut zeigt halt meistens Wirkung. Kein Kommentar.
  • Chrome: Googles neuer Browser, der Internet Explorer und Firefox Konkurrenz machen soll, sorgte kurzzeitig für Aufregung.
  • Blick ins Ausland: Die Präsidentschaftswahlen in den USA beschäftigen nicht nur die Amerikaner und bringen nebenbei kreative Buzze aller Art hervor. Bei Paltalk kann man sogar selbst zum Präsidentschaftskandidaten werden.




Le Parfait: Wie die Kuh zum Butterbrot kam

2008-09-29 von Cordula in Kampagnen

Stell dir vor, du hast Hunger, aber die Tube Brotaufstrich ist fast leer und an den Rest kommst du einfach nicht dran. Was tun? Kleiner Tipp: Wenn du gerade eine Kuh dabei hast, kein Problem. So einfach geht’s:

Und wofür das alles? Für Le Parfait natürlich, den liebsten Brotaufstrich der Schweizer. Seit über 50 Jahren lässt die Leberpaste für aufs Brot die Herzen der Eidgenossen höher schlagen.

BuzzParadise hat nun deutsch- und französischsprachige Schweizer Blogger eingeladen, den Klassiker neu zu entdecken. Ausgewählte Blogger durften das Produkt testen und auf ihren Blogs darüber berichten. Um ihrer Kreativität ein bisschen auf die Sprünge zu helfen erhielten sie ein BuzzKit mit Überraschungen rund um die rote Tube (klar, ein Schweizer Messer war natürlich auch drin – wofür haltet ihr uns denn?). Außerdem durften die Blogger in Vorpremiere den verrückten Werbespot mit dem Bergbauern und der Kuh und das Making-of entdecken. Seit dem 19. September ist der Spot nun auf der Webseite www.leparfait.ch zu sehen.

Für alle Leckermäuler, die eine filmerische Ader in sich spüren, empfehlen wir den großen Le Parfait Videowettbewerb: Zeigt der Welt in einem Video, wie fantasievoll ihr seid, wenn es darum geht, auch noch das letzte bisschen Le Parfait aus der Tube zu drücken! Als Preis winkt eine HDV-Videokamera, UND die beste Idee wird vielleicht sogar in der nächsten Werbekampagne für Le Parfait verwendet. Also nix wie ran an die Kameras/Bleistifte und her mit dem perfekten Spot!


Problembär CSU: Es bebt in Bayern

2008-09-29 von Cordula in What's hot, what's not

“Dramatischer Niedergang”, “Erdrutsch”, “Erdbeben”, “Desaster”, “Debakel”, “Katastrophe” – wer gestern Abend die Nachrichten gesehen hat hätte meinen können, das Ende der der Welt sei nahe. Dabei ging es nur um den (zugegebenermaßen ungewöhnlichen) Ausgang der Landtagswahlen in Bayern. 43% – was für andere Parteien ein Traumergebnis wäre, ist für die CSU der Weltuntergang. Die glorreichen Jahre, in denen die Schwesterpartei der CDU sich ihrer absoluten Mehrheit im Land der Lederhosen und Bierhumpen sicher sein konnte, sind vorbei. Alles fragt sich nun hektisch: Wie um alles in der Welt konnte das bloß passieren?

Hmm, ich hätte da schon so eine Idee. Nur mal rein hypothetisch: Stell dir vor, du hättest einen Ministerpräsidenten (Anm. d. Red: Edmund Stoiber), der keinen vollständigen Satz herausbringen kann, ohne in verbale Fettnäpfchen zu treten und Blumen umzubringen. Stell dir weiter vor, eben dieser Ministerpräsident würde in einer unschönen Schmutzkampagne aus dem Amt katapultiert, von einem Landwirtschaftsminister (zweite Anm. d. Red: Horst Seehofer), der seiner Freundin erklärt, er ziehe nun doch seine Frau und die drei Kinder ihr und dem gemeinsamen unehelichen Kind vor. Stell dir nun vor, ein Dritter (auch wieder Anm. d. Red: Erwin Huber) würde diese Schlammschlacht nutzen, um sich selbst in den Sessel des Parteivorsitzenden zu hieven.

Fein, so macht man also heute Politik? Klar, da würde ich auch CSU wählen. Da fühlt man sich als Bürger doch so richtig gut aufgehoben. Kao-tai aus Rosendorfers „Briefen in die chinesische Vergangenheit“ hätte sicher seine helle Freude an dieser “großen Umwendung” in „Bayan“ gehabt.

Aber Leute, beruhigt euch. Es hätte viel schlimmer kommen können. So wie in Österreich zum Beispiel, wo FPÖ und BZÖ (in der Presse diplomatisch „Rechtsparteien“ genannt) satte 30% der Stimmen abgeräumt haben. Das muss man sich mal vorstellen: Im 21. Jahrhundert gibt knapp ein Drittel eines Landes seine Stimme rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Volksverhetzern. EIN DRITTEL. Wo bleibt der Aufschrei in der Presse, bitte? Hallo, Österreich? Seid ihr noch dran?


Hitler schimpft über Twitter

2008-09-25 von Cordula in What's hot, what's not

Witze oder gar Komödien über Hitler und die Nazizeit sind in Deutschland noch ein heikles Thema - erinnern wir uns bloß an die heftigen Diskussionen über „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“ mit Helge Schneider in der Hauptrolle.
Erst seit ein paar Jahren wird dieses Kapitel unserer Geschichte häufiger von einer humorvollen Seite aufgearbeitet, in Clips wie „Ich hock in meinem Boncker“ oder dem Film der „Der Wixxer“ mit Christoph Maria Herbst als Butler Adolf Hatler.

Im englischsprachigen Ausland hat man dagegen weitaus weniger Scheu, Hitler zu parodieren. Diese neu „synchronisierte“ Szene aus „Der Untergang“ geistert schon seit Wochen durchs Netz und zeigt Bruno Ganz, wie er ob der Unzuverlässigkeit von Twitter in Rage gerät.

Darf man so was? Sind wir Deutschen da überempfindlich, oder sollte man über solche ernsten Themen wirklich keine Witze machen? Was denkt ihr?


Harry Potter oder Hari Puttar?

2008-09-22 von Cordula in What's hot, what's not

Wer, Hari Putter? Ist das der Bruder von Barry Trotter? Nein. Und es ist auch keine neue, magische Lautschrift (obwohl es höchste Zeit wäre, mal eine zu erfinden, die man auch lesen kann, ohne vorher extra einen Lautsprachkurs zu machen). Hari Puttar gibt es tatsächlich, und mit dem Zauberlehrling aus J. K. Rowlings Büchern hat er nicht das Geringste zu tun, bis auf die merkwürdige Ähnlichkeit der Namen.

„Hari Puttar: A Comedy of Terrors“ ist der Titel eines Bollywood-Films, der diesen Herbst in die indischen Kinos kommt. Warner Bros hatte dagegen geklagt, weil der Name zu sehr an „Harry Potter“ erinnere und deshalb Verwechslungsgefahr bestehe. Das Gericht in Neu-Delhi wies nun die Klage ab: Die Leser der Harry Potter-Bücher seien „ausreichend gebildet“, um da unterscheiden zu können.

Aber vielleicht könnte man sich den Film über die Abenteur von Klein-Hari in England ja trotzdem mal angucken – wer weiß, ob die Produzenten noch mehr dezente, zauberhafte Anspielungen eingebaut haben? Denn bis zum 17. Juli 2008 dauert es noch laaaaaaaaaaaange. Dass 25 Minuten des Films “Harry Potter und der Halbblutprinz” in IMAX 3D gedreht worden sind ist da auch nur ein schwacher Trost. Und Barry Trotter boykottiert man an eingefleischter Hogwartsfan sowieso. Da hilft nur noch eins: das echte Buch aufschlagen und lesen, bis der Film (endlich) kommt.

PS: Steht Zaubererbeleidigung eigentlich unter Strafe?



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